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So helfen Sternsingerprojekte

Die Menschen in den Armutsgebieten des Südens wissen selbst am besten, wie sie ihr Leben verbessern können. Durch Spenden der Sternsingeraktion haben sie die Möglichkeit, diese Pläne umzusetzen. In den Sternsingerprojekten wird das Engagement der Sternsinger/innen tausendfach multipliziert. Die Dreikönigsaktion arbeitet eng mit lokalen Organisationen zusammen, die mit viel persönlichem Einsatz und Know-how positive Veränderungen bewirken. Die Partnerprojekte der Dreikönigsaktion – rund 500 sind es pro Jahr – zielen auf wirksame und langfristige Verbesserungen von Lebensbedingungen für Menschen in den Armutsgebieten von Afrika, Asien und Lateinamerika ab.

So hilft Sternsingen – zum Beispiel in Tansania

Im Südwesten Tansanias ist fruchtbares Land sehr begehrt. Die Agrarindustrie nutzt große Flächen für Mais und Soja. Als Futtermittel oder als Basis für Agrartreibstoffe wird viel davon exportiert, auch nach Europa. Von der Regierung wird die Industrialisierung der Landwirtschaft auch noch forciert, weil es Einnahmen in die Staatskassa spült.

Den Bauernfamilien wird das Land oft ganz einfach weggenommen – gegen bestehendes Recht. Mit der Vertreibung von ihrem Land ist das Überleben bedroht. Unterernährung und Hunger sind die dramatischen Folgen dieses „Landraubes“. Ohne Land können sie auch keine Ernte auf dem Markt verkaufen. Ohne ein regelmäßiges Einkommen sind wichtige Grundbedürfnisse wie medizinische Versorgung und der Schulbesuch der Kinder nicht mehr erschwinglich.

Hier setzt die Hilfe an: Wenn Konzerne nach dem Land greifen, stellen die Partnerorganisationen der Dreikönigsaktion einen Rechtsbeistand. Lobby- und Medienarbeit bringen den ungleichen Kampf ans Licht der Öffentlichkeit. Die Bauernfamilien schließen sich zusammen, um den „Landraub“ zu verhindern und ihren Landbesitz zu sichern. Denn: Gemeinsam ist man stärker.

Aber auch, wenn die Bauernfamilien eigenes Land besitzen, sind die Erträge bei Dürrephasen – verstärkt durch den Klimawandel – oft zu gering. Hunger und Mangelernährung müssen aber der Vergangenheit angehören. Die Sternsingerspenden helfen, dass die Ernte gelingt: Mit verbessertem Anbau von Bohnen, Mais und Süßkartoffeln, mit richtiger Lagerung der Ernte, mit Produktion von eigenem Saatgut. 

Der nächste Schritt im Projekt ist die Vermittlung von Wissen, wie man sich ausgewogen ernährt. Genug Vitamine zu sich zu nehmen, ist vor allem für die Kinder lebenswichtig. Noch immer leiden über die Hälfte der Kinder in der Region an Unter- und Fehlernährung. Hier hilft vor allem das Anlegen von Hausgärten, damit genug gesundes Gemüse und Obst auf den Tisch kommt. 

Der Erfolg gibt ihnen Recht: Die über 1000 Familien, die in den Projekten betreut werden, konnten in den vergangenen Jahren ihre Ernte um 50 Prozent steigern. Mehr als die Hälfte der Haushalte können wieder von ihrem eigenen Land leben. 

„Hilfe unter gutem Stern – im größten Armutsviertel Afrikas“

TV-TIPP:  1.1.2017, 18:25 Uhr,
ORF 2 

Die ORF-Dokumentation zeigt, wie Menschen im größten Slum Afrikas in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia, unterstützt durch Sternsingerspenden ihr Leben zum Besseren wenden.