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Sternsingen zum Dreikönigstag: Traditionelles Brauchtum mit topaktueller Botschaft

In unseren turbulenten Zeiten ist die alte Botschaft der Sternsinger/innen besonders aktuell: Friede sei den Menschen auf Erden. Die Heiligen Drei Könige verbinden mit ihrem Einsatz wertvolles Brauchtum mit der tatkräftigen Hilfe für notleidende Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Die 85.000 Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar verkünden die Friedensbotschaft als Caspar, Melchior und Balthasar, begleitet von einem/r Sternträger/in. Caspar bedeutet auf Persisch „Schatzmeister“. Melchior heißt im Hebräischen „König des Lichtes“ und Balthasar steht in der aramäischen Sprache für „Beschütze sein Leben“. Das C+M+B (mit einem dritten Kreuz über dem M), das die Sternsinger auf die Türen schreiben, erinnert scheinbar an diese Namen der Drei Heiligen Könige, bedeutet aber „Christus mansionem benedicat“ - „Christus segne dieses Haus“, die Kreuze dazwischen stehen für die Dreifaltigkeit.
 
Die Bibel selbst liefert wenige konkrete Anhaltspunkte, wer diese „Sterndeuter aus dem Osten“ waren und woher sie stammten. So ranken sich regional unterschiedliche Legenden um diese und erst im 10. Jhd. wurden sie zu Königen. Für die einen verkörpern die drei Könige drei Lebensalter. In der Kunst wurde Melchior oft als Greis mit weißem Bart dargestellt, Caspar als bartloser Jüngling und Balthasar mit schwarzem Vollbart. Für andere steht die Legende im Vordergrund, die drei Weisen seien aus den im 11. Jahrhundert bekannten drei Kontinenten - Europa, Asien, Afrika - gekommen, andere sprechen nur vom „Morgenland“.

So unterschiedlich die Legenden um die Heiligen Drei Könige sind, so unterschiedlich haben sich auch die Traditionen des Schminkens entwickelt: Manche schminken Bärte, manche schminken in drei verschiedenen Farben, um an die drei damals bekannten Erdteile zu erinnern, manchmal wird nur ein Kind geschminkt und in manchen Pfarren wird gar nicht geschminkt.

Die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe, die die drei Weisen dem Jesuskind brachten, haben hohen Symbolgehalt: Gold steht für den König, Weihrauch für Gott und Myrrhe für den sterblichen Menschen. Man kann sie aber auch pragmatischer sehen: Die Weisen brachten Gold wegen der Armut Marias, Weihrauch, um den bösen Geruch des Stalles zu vertreiben, und Myrrhe, um die Glieder des Kindes zu stärken und Würmer zu vertreiben.
So verschieden die Überlieferungen und Traditionen rund um die Sterndeuter sind, ihre Kernbotschaft ist immer dieselbe und hat bis heute Aktualität: Die Friedensbotschaft umfasst alle Menschen unserer Welt. Die Sternsinger/innen sammeln deswegen auch Spenden für notleidende Menschen in den Armutsregionen der Welt.

Sternsinger-Highlights in der ersten Jännerwoche:

  • Dompfarrer Toni Faber und  "Integrationsbotschafter“ machen „Innenstadt-Beisltour“ -05.01.2017 ab 18:30
  • Klubobfrau Eva Glawischnig-Piesczek -  09.01.2017 um  10:00 (Löwelstraße 12, 1010 Wien)
  • Familienministerin Sophie Karmasin - 10.01.2017 um 14:30 (Untere Donaustraße 13-15, 1020  Wien) 
  • Umweltminister Andrä Rupprechter - 10.01.2017 um 15:00 (Stubenring 1, 1010 Wien)
  • Empfang bei EU-Vizeparlamentspräsident Rainer Wieland – 10.1.2017, Europaparlament Brüssel
Foto: Toni TropperFoto: Toni Tropper
Foto: Manfred PolanskyFoto: Manfred PolanskyFoto: Wolfgang ZarlFoto: Wolfgang Zarl