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Sternsingen verhilft in Tansania zu Nahrung von eigenem Land

Sternsingen ist lebendiges Brauchtum zum Jahreswechsel. Sternsingen unterstützt aber auch Menschen in den Armutsregionen der Welt. Ein „Hotspot“, an dem die Unterstützung der „Heiligen Könige“ dringend benötigt wird, ist Tansania. Mit den Spenden der österreichischen Bevölkerung wird die Nahrungssicherheit der Menschen in der Region Mbeya entscheidend verbessert.

Die meisten Menschen in Tansania leben von dem Land, auf dem sie ihre Nahrung anbauen. Doch fruchtbares Ackerland ist knapp und zunehmend wird es von großen Agrarkonzernen geraubt, um Anbauflächen für den Export zu schaffen, wie Adam Siwingwa, Direktor der tansanischen Hilfsorganisation MIICO beklagt. Wegen der Korruption werde ihnen nicht nur Regierungsland, sondern auch Land der Kleinbauern verkauft. Ihr Land ist aber auch durch die Erweiterung von Nationalparks bedroht, in denen der Tourismus und vor allem die Großwildjagd forciert werden sollen. Für die Menschen ist ihr Land aber die einzige Nahrungsquelle. Unterernährung und Hunger sind die dramatischen Folgen von Landraub.

Viele Menschen werden von ihren Feldern vertrieben, ihre Häuser werden verbrannt, sie verlieren ihr Zuhause. Der Verlust des Landes führt auch dazu, dass Kinder unter- und mangelernährt sind. In Tansania sind 42% der Kinder betroffen, in der Region Mbeya über 50%. Zusätzlich zum Mangel an Nahrung sind auch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, die Sanitäranlagen und die Gesundheitsversorgung schlecht. Als eine Folge hat auch die frühe Heirat von Mädchen zugenommen, weil die Familien nicht mehr ausreichend für ihre Kinder sorgen können.

MIICO kläre die Menschen über ihre Rechte auf und stelle auch Anwälte zur Verfügung, die sich für die Bauern einsetzen, so Siwingwa. Schließlich gehe es um ihr rechtmäßiges Eigentum. Doch ohne professionelle Unterstützung hätten die Bauern keine Chance, betont Siwingwa. Die Kosten für den Rechtsbeistand könnten die einfachen Menschen auf dem Land niemals selbst bezahlen. Hier kommen die Spenden der Österreicher/innen zum Einsatz.

Es ist aber nicht nur der Druck von großen Agrarkonzernen, auch der Klimawandel verringert durch Dürrephasen und Überflutungen die Erträge der Landwirtschaft. Die Hilfsorganisation ADP Mbozi bietet Schulungsprogramme für die Bauern an, damit diese ihre landwirtschaftliche Produktion verbessern können. Etwa durch den angepassten Anbau von Bohnen, Mais und Süßkartoffeln, mit dem Anlegen von Hausgärten, mit der richtigen Lagerung der Ernte oder durch die Produktion von eigenem Saatgut, wie Victor El-Nshau, der Direktor von ADP, erläutert.

Mit eigenem Land und veränderten Methoden erzielen die Kleinbauernfamilien eine bessere Ernte. Das Problem des Hungers hat sich schon deutlich reduziert. Die Gesundheit der Familien hat sich verbessert, da sie nun vollständige Mahlzeiten zu sich nehmen können. Die Kinder gehen wieder regelmäßig in die Schule. Es konnten wichtige Vorhaben finanziert werden, zum Beispiel die Anschaffung von Pflügen oder Verbesserungen an den Häusern.

Sternsinger-Highlights in der ersten Jännerwoche:

  • Nationalratspräsidentin Doris Bures - 04.01. 2017 um 11:00 (Parlament, mit kleiner Führung, hoffentlich  auch durch den Plenarsaal)
  • Klubobmann Reinhold Lopatka - 04.01.2017 um 14:30 (Parlament)
  • Dompfarrer Toni Faber und  "Integrationsbotschafter“ gehen bei „Innenstadt-Beisltour“  Sternsingen -  05.01.2017 ab 18:00
Nahrung und Gesundheit für Mütter und Kinder

Anlegen von Gemüsegärten in Tansania

Projektpartner der Dreikönigsaktion


Gesunder Brei für Babys

Frauen treiben die Entwicklung voran.

Fotos: Dreikönigsaktion
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